Ergibt sich im Rahmen der Vorsorge und Diagnostik ein auffälliger Befund, entnehmen wir gezielt Gewebeproben aus der Prostata. Dabei führen wir eine MRT-/Ultraschall-Fusionsbiopsie durch: Zuvor aufgenommene MRT-Bilder werden digital mit dem Live-Ultraschall überlagert, was eine millimetergenaue Probenentnahme aus suspekten Arealen ermöglicht. Die Biopsie erfolgt bei uns meistens über den Damm (transperineal) und nicht über den Enddarm – dieser Zugang senkt das Risiko von Infektionen und Sepsis drastisch und macht die präventive Einnahme von Antibiotika überflüssig. Durch die Kombination aus Allgemein- und Lokalanästhesie gestalten wir den Eingriff für unsere Patienten möglichst schmerz- und belastungsfrei. Leichte Blutbeimengungen in Stuhl, Urin und Samenflüssigkeit sind für einige Tage bis Wochen normal und harmlos. Wichtig: Informieren Sie uns vor dem Eingriff, wenn Sie blutverdünnende Medikamente wie ASS, Aspirin, Plavix oder Marcoumar einnehmen – diese müssen rechtzeitig pausiert werden. Das feingewebliche Ergebnis liegt nach ca. 5–7 Arbeitstagen vor und wird in einem weiteren Termin ausführlich mit Ihnen besprochen.
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